Jubiäumskalender 2014 - 1250-Jahrfeier der Benediktinerabtei Ottobeuren
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Zur Geschichte des Kloster
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Am Beginn unserer Geschichte steht die Schenkung eines Gutshofes an Mönche, die wahrscheinlich aus St. Gallen und der Insel Reichenau am Bodensee kamen, durch den Landgrafen Silach und seine Frau Ermenswint. Das Kloster sollte die Grabstätte für ihn, seine Familie und seine Nachkommen sein, ein Ort, an dem immer für die Verstorbenen gebetet wird. Wir Benediktiner sind Mönche, die nach der Klosterregel des heiligen Benedikt von Nursia (480-547) beten und arbeiten. Wir sollen wahrhaft Gott suchen (Regel Benedikts 58, 7), so der heilige Benedikt. Wir leben in der gemeinschaftlichen und örtlichen Stabilität eines Klosters, die sich nach dem Ideal selbst versorgt. Die unser Kloster umgrenzende Mauer rührt an die Weltflucht der frühen Wüstenmönche, indem sie den Klosterbereich von der gesellschaftlichen Welt abgrenzt. Dadurch garantiert sie die monastische Stabilität, schützt die Mönche vor fremden (ihr geistliches Leben ablenkenden) Einflüssen und eröffnet den geistlichen Zugang zur ewigen Grenzenlosigkeit des Himmels.
Die ‚Weltflucht’ und der Rückzug in den umgrenzten Klosterbereich sind durch zwei Ziele motiviert: Zum einen verfolgt der Mönch die Absicht, sich von der eitlen Ordnung der sündhaften Welt, von den selbstsüchtigen Maßgaben und Wertvorstellungen der Gesellschaft abzuwenden und sich ganz der Ordnung einer christlichen Existenz zu unterwerfen. Zum anderen sind die neue Existenzweise ‚in Christus’ (Gal 2,20), das aufmerksame Wachsein und unablässige Gebet, das Bedauern der eigenen Sündhaftigkeit und der offene Blick auf die eigene ewige himmlische Bestimmung die Kennzeichen dieser weltabgewandten christlichen Lebensform innerhalb von Klostermauern.

Im 8. Jahrhundert war eine Klostergründung jedoch nicht nur ein religiöser Akt, sondern hatte vielmehr auch politische und kulturelle Gründe. Die Reichsklöster der Karolingerzeit waren durch Ausstattungen und Zuwendungen zu Grundherrschaftskomplexen geworden, was den Grund für ihre enormen Leistungen, für ihre großen Gebäudekomplexe, für den Unterhalt von Bibliotheken und Schreibstuben, für ihre Herbergspflichten gegenüber dem reisenden Königshof, für ihre präzise festgelegten Leistungen von Agrarprodukten und Sachleistungen legte. Reichsklöster wurden zum Kulturmittelpunkt und Zivilisationsträger ersten Ranges, aber zugleich auch zum unverzichtbaren, integralen Bestandteil der Königsherrschaft im Reich (Georg Jenal).

Der Strukturwandel vom asketischen Mönchtum zum Kulturzentrum ging zudem einher mit der Klerikalisierung des Mönchtums:

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Der heilige Benedikt von Nursia (480-547)

War die Laiengemeinschaft der Mönche bei Benedikt bereit, auch vereinzelt einmal einen Priester in ihre Reihen aufzunehmen oder einen Mönch zum Priester weihen zu lassen (RB 62), so wurde das Priestermönchsein in den karolingischen Klöstern als Bildungs- und Ausbildungsstätten zum Normalfall. Dies wiederum führte zu einer Verlagerung des klösterlichen Lebens weg von der landwirtschaftlichen oder handwerklichen Handarbeit hin zur Förderung der Bildung und zur Entfaltung der Liturgie (nach RB 43, 3). Ging Benedikt von Nursia im Idealfall von einem Kloster mit 12 Mönchen aus, entstand in fränkischer Zeit der Typus des Großklosters mit teilweise mehreren hundert Mönchen.

Fortsetzung >

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Weitere Informationen zur katholischen Kirche, Basilika & Abtei in Markt Ottobeuren finden Sie unter:
www.abtei-ottobeuren.de
| Kirchen und Kloster - Markt Ottobeuren | www.pfarrei-ottobeuren.de | www.amb-krankenpflege-ottobeuren.de
www.vereinigung-ottobeuren.de (Vereinigung der Freunde der Benediktinerabtei Ottobeuren e.V.)

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