Jubiäumskalender 2014 - 1250-Jahrfeier der Benediktinerabtei Ottobeuren
HOME
spacer
Zur Geschichte des Klosters
spacer
Regelmäßige Gottesdienste und Gebetszeiten
spacer
Terminübersicht 2014 in Rubriken
spacer
Jubiläumsgottesdienste & Festakte
spacer
Wallfahrtstage & Pilgerrouten
spacer
Benediktinisches Leben & klösterliche Spiritualität
spacer
Kirchenmusik im Gottesdienst & im Konzert
spacer
Konzerte & Musik, Kunst & Literatur
spacer
Feste und Feiern der Marktgemeinde,  Ottobeurer Vereine
spacer
Chronologische Terminübersicht 2014
spacer
Führungen im Kloster
Informationen:  Basilika / Klosterladen / Klostercafé / Weinachtskrippe
Museen
Internetseite und Fotowettbewerb
Public Viewing-Termine FIFA World Cup Brasil
Anlaufstellen
Dank
spacer
Barocke Bildwelt des Klostergebäudes in Malerei und Plastik                  Teil 1 und Teil 2
spacer
Gesamt-Jubiläumskalender Download
spacer Regelmäßige Gottesdienste und Gebetszeiten
spacer
Mutter Gottes mit JesukindWie lebt man nach den Geboten Gottes? Wie setzt man das Evangelium Jesu Christi im alltäglichen Leben um? Der heilige Benedikt von Nursia (480-547 n. Chr.) hat mit seiner Klosterregel eine lebbare Antwort darauf gegeben, nach der heute noch Mönche und Nonnen weltweit leben, und in Ottobeuren schon seit 1250 Jahren ununterbrochen.
Jesus Christus ist die Mitte unseres Lebens. Wer ins Kloster geht, macht sich auf den Weg, am einmal gewählten Ort (bei uns in Ottobeuren) unter der Anleitung des Abtes und der Führung der Regel in einer Gemeinschaft von Brüdern ein Leben lang Gott zu suchen und in der Liebe zu wachsen. In der Kreuzesnachfolge Christi ist er zum Gehorsam und zum Dienst bereit. Symbol für diese Haltung ist das romanische Gnadenkreuz Christi im Mittelpunkt der Basilika. Es wurde zum Modell für die barocke Klosteranlage: Die innere Einstellung des Mönchtums sollte zum äußeren Ausdruck kommen und auf den Mönch rückwirkend ihn formen.

Der Bezug zu Jesus Christus soll in allem sichtbar werden. Dann ist der Abt nicht einfach nur der Vorgesetzte, sondern der geistliche Vater, dann ist die Regel nicht einfach nur eine starre Hausordnung, sondern eine Lebensorientierung, der Gottesdienst keine Pflicht, sondern Lebensquelle, dem deshalb auch nichts vorgezogen werden darf, weil wir daraus leben und sich aus der Eucharistie Gemeinschaft aufbaut. Aus der Quelle des Gebets leben wir unseren Alltag, der von Arbeit geprägt ist. Jeder Mitbruder bringt sich nach seinen Gaben und Fähigkeiten in unsere Gemeinschaft ein. Aus dem Gebet und der Arbeit erwächst unser Wirken als Mönche in und für Ottobeuren. Aus unserem abgeschiedenen Gemeinschaftsleben einerseits und zu unseren Aufgaben und Tätigkeiten nach außen andererseits erwächst aber auch eine Spannung für unser Leben. Dies ist die große Herausforderung unserer Tage, nach innen als Gemeinschaft von Brüdern zu leben, deren Mitte Jesus Christus ist, und im Rahmen unserer Möglichkeiten auf vielfältige Weise nach außen zu wirken.
spacer Aber auch innerhalb unserer Mauern besteht diese Spannung. Das Kloster ist der Raum, der es seinen Mönchen ermöglicht, in der Stille Zeiten des Schweigens und der Sammlung einzuhalten, um im geistlichen Leben zu reifen und sich auf Gott auszurichten. Die zahlreichen Besucher im Kloster und die Erwartungen und Ansprüche, unser prachtvolles barockes Gebäude auf vielfältige Weise fürVeranstaltungen oder andere Zwecke zu nutzen, führen zur Spannung mit dem eigentlichen Wesenskern unseres klösterlichen Lebens, dass das Kloster ein Ort des Schweigens und der Gottsuche ist.

Wir sind derzeit 18 Mönche im Konvent. Wenn Besucher davon hören, wundern sie sich, dass „nur so wenige Mönche“ in einem so riesigen Klosterkomplex wohnen. Auch werden wir bei Führungen immer wieder auf die barocke Pracht hin angesprochen, die uns im Kloster umgibt. So mancher Besucher fährt dann weiter und nimmt den Eindruck mit, als dass die Mönche in Ottobeuren in Saus und Braus lebten, und, so manchmal der Vorwurf an uns, auf Kosten von Steuer- und Kirchensteuergeldern. Wer sich dann genauer informiert, wundert sich, dass die Klausur der Mönche nur 1/3 der ganzen Anlage umfasst und dass wir Mönche „als Konvent“ keinen einzigen Cent aus Steuermitteln oder Kirchensteuermitteln erhalten. Im Gegenteil: Durch die Säkularisation, die Enteignung des Konvents, liegt die Baulast für den Klosterkomplex nun beim Freistaat Bayern.

Wir Mönche stellen zwei Mitbrüder, die neben den Bemühungen des Staatlichen Bauamtes Kempten sich seit Jahrzehnten um die Instandhaltung des Klosters bemühen, ohne auch nur einen einzigen Cent dafür zu erhalten. Der Konvent der Mönche leistet einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der barocken Anlage und lebt entgegen allen Vorurteilen von dem, was die Mönche selbst erwirtschaften. Die einzigen Gehälter aus Kirchensteuermitteln fließen dem Kloster über die Arbeit derjenigen Mitbrüder zu, die bei der Diözese Augsburg als Pfarrer, Kaplan oder Mesner angestellt sind und dafür ein Gehalt für das Kloster beziehen (wie jeder Pfarrer oder Mesner in der Diözese auch).

Fortsetzung >

.....................................................................................................................................................................................................................................................
spacer
Weitere Informationen zur katholischen Kirche, Basilika & Abtei in Markt Ottobeuren finden Sie unter:
www.abtei-ottobeuren.de
| Kirchen und Kloster - Markt Ottobeuren | www.pfarrei-ottobeuren.de | www.amb-krankenpflege-ottobeuren.de
www.vereinigung-ottobeuren.de (Vereinigung der Freunde der Benediktinerabtei Ottobeuren e.V.)

.....................................................................................................................................................................................................................................................

 


Illustration Bilder und Berichte zur 1250-Jahrfeier der Benediktinerabtei Ottobeuren Impressum info@abtei-ottobeuren-1250.de Jubiläumskalender 2014 Homepage